Enduro-Training

Liebe Freunde,

letztens wurde ich gefragt, wo man Endurofahren lernen und trainieren kann. Das ist gar nicht so einfach. In Deutschland sind die meisten Schotterstraßen bereits gesperrt und man muss auf private Trainingsgelände ausweichen. Solche werden meist von lokalen Motorcross-Clubs für Mitglieder bereitgestellt.

Es werden aber auch von Seiten der Motorradhersteller Enduro-Kurse angeboten. Hier zahlt man zwar ein wenig mehr, muss aber auch kein Mitglied werden und bekommt sogar Motorräder gestellt. — Ein entscheidender Vorteil, wie ich meine.

Wer stellt in Europa noch Enduros her? Natürlich KTM mit seiner 990 Adventure als Reiseenduro und einer unüberschaubaren Zahl von weiteren Sport-Enduro-Modellen von 125 bis 690 cm³, sowie BMW mit seiner bekannten GS-Serie, dem Flagschiff R1200GS, der 800GS, den kleineren X-Challenge Modellen sowie den Crossmaschinen der zugekauften Marke Husqvarna. Sowohl KTM als auch BMW bieten Trainingscamps als auch Enduroreisen an.

Als KTM-Fahrer, sollte man annehmen, hat Friedbert im KTM Race Camp trainiert. Falsch geraten. Adelmut hat ihn mit zum BMW Enduropark Hechlingen mitgenommen. BMW bietet dort spezialisierte Trainings-Programme für Reiseenduros an. Empfehlenswert ist wohl das Zweitagestraining für Fortgeschrittene, bei dem man lernt, wie man die Dickschiffe durch die verschiedensten Geländeformationen und über diversen Untergrund bewegt. Ich liebe meine 990 Adventure, aber ich muss abschließend auch neidlos sagen, es ist schon erstaunlich wie gutmütig sich so ein 1200GS Dickschiff durch unwegliches Gelände manövrieren lässt. Es ist halt aber auch Geschmacksache. Die KTM 990 Adventure ist deutlich sportlicher und direkter und gibt einen den deutlichen Zusatzkick. Die Sportlichkeit erkauft man sich wohl durch etwas weniger Gutmütigkeit und Komfort.

Aber hier sind diese Unterschiede nicht entscheidend. Wichtig ist die Professionalität der Instruktoren und die Ausrichtung auf das Fahren einer Reiseenduro. Man lernt präzises Fahren auf steilen Rampen, hinauf und hinunter, Bremsen, Fahren auf allen möglichen Untergrund und ist dann schon erstaunt, wie viele Einsteiger aber auch Fortgeschrittene Probleme auf Sand oder im Diamond Field, einem losen, groben Schotterbett haben. Da fallen die Schüler um wie Fliegen — außer Friedbert versteht sich…

Noch ein Wort zu den Gruppen. In der Anfängergruppe sind zum Teil wirklich Neuanfänger. Eine BMW gekauft, einmal BMW-Klamotten komplett, einen BMW-Helm, nagelneue Endurostiefel und überall noch die Zettel dran. Das Material hat noch keinen Krümel Dreck gesehen. Wer es sich zutraut und schon ein wenig Erfahrung hat, sollt esich unbedingt zumindest in die Fortgeschrittenengruppe einteilen lassen. Ich habe schon Anfänger gesehen, die andere anschieben. Das sollte natürlich nicht sein. Bei den Fortgeschrittenen kommt das selten vor.

Alles in allem ein schöner Spaß mit großem Mehrwert insbesondere für Einsteiger, die nicht gleich ihr eigenes Bike in den Kies werfen wollen. Daher ist es wirklich zu empfehlen, den Mehrpreis für die Motorradmiete auszugeben. Den hat man meist nach dem ersten leichten Sturz wieder drin und man muss beim eigenen Motorrad keine Kupplungs- oder Bremshebel tauschen. Somit kann man etwas entspannter ans Limit gehen. Aber auch für Fortgeschrittene lohnt sich das Training. So entspannt wie im Steinbruch von BMW ist man dann auf schmalen schwierigen Schotterpässen in den Alpen doch nicht und so hat man die Ruhe und die Anleitung anspruchsvolle Manöver zu trainieren und zu präzisieren.

Naja, das nächste Mal muss ich dann wohl zu KTM, um einen weiteren Artikel für Euch schreiben zu lönnen.

Anbei noch ein paar Impressionen vom Training.

Herzliche Grüße
Euer Friedbert

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